Alice Springs 23.02.2011
Wir befinden uns auf einem sehr angenehmen
Campingplatz, umgeben von roten Bergen, am Rande von Alice Springs, durch Zaeune von der Aussenwelt einigermassen abgeschirmt. (Die Eingeborenen draussen,
fangen schon wieder an zu schreien und zu streiten. Trunksucht und Gewalt unter
ihnen sind hier ein grosses Problem.) Die Herfahrt ging teilweise durch heftige
Regenfaelle auf langer, einsamer Strasse durch Aborigineland. Das Wetter ist hier
sehr schoen und nicht zu heiss. Wir erholen uns, von Mueckenstichen (und damit
verbundenen Krankheitsgefuehlen) und sonstigen Strapazen.
Gestern Abend haben uns im Restaurant die
Fernsehbilder vom Erdbeben in Neuseeland
erschuettert.
Wie sind wir hierhergekommen? Von Mount Isa befuhren wir den Barkly Highway bis Tree Ways: wie der Name sagt teilen sich hier drei Wege: der, den wir gekommen sind, ein anderer Richtung Norden nach Katherine / Darwin und ein weiterer Richtung Süden nach Alice Springs / Adelaide. Wir wählten die Straße nach Alice Springs, den Stuart Highway.
Bei der Fahrt gelangten wir immer mehr in das rote Zentrum Australiens, rote Erde, rote Felsen, spaerlich bewachsener, manchmal wuestenhafter Charakter. Normalerweise ist es hier sehr trocken, aber in der Regenzeit kommt viel Wasser aus dem wolkenverhangenen Himmel und sammelt sich oft zu Seen und Bächen beiderseits der Straße, wenn es nicht auch diese unter Wasser setzt. Das und die oede Gegend veranlasste uns, in einer Art "Gewaltritt" bis Tenant Creek durchzufahren, eine ganz ordentliche Strecke.
Tenant Creek war früher eine Goldminenstadt, Telegraphenstation und Eisenbahnhaltepunkt. Es ist fuer uns die erste ueberwiegend von Ureinwohnern bewohnte Stadt. Das Straßenbild wird von Indigenen beherrscht. Es war uns etwas unheimlich, zwischen den dunkelhaeutigen Menschen hindurchzulaufen, die die Bürgersteige in dichten Gruppen, vor allem junger Maenner, bevoelkerten, zumal sie meist einen abweisenden und aermlichen Eindruck machten. Wir waren es einfach nicht gewohnt, uns unter so vielen Aborigines zu bewegen.
Eine Szene bleibt mir unvergesslich. Ich wollte an einem Automaten Geld abheben. Eine Schlange von Aborigines, meist aeltere Frauen, stand davor. Ich war dabei mich einzureihen, aber sie bedeuteten mir vorzugehen. Waehrend ich mit gemischten Gefuehlen mein Geld verstaute, fuhr ein alter Straßenkreuzer vor. Ein junger Aborigine stieg aus und sammelte die Bankkarten der Wartenden ein. Er ging zum Automaten, schob der Reihe nach die Karten ein und nahm die abgehobenen Betraege an sich. Dann ging er die Reihe durch und teilte Karten und Geld an die Einzelnen aus. Wahrscheinlich behielt er für diese Dienstleistung eine Gebühr fuer sich ein. Zu dem Vorgang muss man wissen, dass die Aborigines vom Staat Unterstützung bekommen, die auf ein Bankkonto fließt, viele aber Analphabeten sind, auch nicht immer gut Englisch sprechen und so sich nicht in der Lage sehen, ihre Bankgeschäfte selbständig zu verwalten.
Einen anderen Eindruck von der indigenen Bevoelkerung bekommt der Besucher im Kulturzentrum der Einheimischen, in dem man Malereien betrachten kann und viel über ihre Kultur und Geschichte(n) erfaehrt. Außerdem waren die Mitarbeiter sehr freundlich - und geschäftstüchtig. Wir hatten aber kein Interesse, eines der uns angebotenen, doch sehr touristisch ausgerichteten Bilder zu erwerben..
Irgendwie fühlten wir uns erst auf unserem ruhigen Campingplatz wieder sicher, als wir von unserem Rundgang dorthin zurückkehrten. Hier lernten wir auch ein nettes deutsches Paar kennen, denen wir in Katherine wieder begegneten.
Auf dem Weg nach Alice Springs versaeumten wir es nicht, bei den "Devil´s Marbles" - mit dem Eingeborenen-Namen "Karlu Karlu" - Halt zu machen. Das ist eine Sammlung von gerundeten roten Granitsteinen, die aus einem Granitstock herauserodiert wurden. Weiße Australier haben den Ort "Teufelsmurmeln" genannt, fuer die Aborigines ist es ein heiliger Ort. Sie sehen in den Steinen die Eier der Regenbogenschlange aus der Traumzeit. Außerdem wohnen ihrer Überlieferung nach unter den Steinen Geister. Der Ort wirkte wirklich etwas unheimlich, als ich ganz alleine zwischen den riesigen Steinklötzen umherstiefelte, zwischen denen sich ein Dingo verdrückte. Dagmar, die fuer nicht ganz geheure Orte sensibel ist, hielt sich gleich am Rande des Steinfeldes auf ohne es zu betreten.
Wenig spaeter bekammen wir es noch einmal mit nicht ganz Geheurem zu tun. Wir hielten an einem Roadhouse, das als Besuchsort von Außerirdischen gilt: Wicliffe Well. Da ein Schild uns kundtat, dass auch Erdlinge willkommen sind, haetten wir gerne das Roadhaus betreten. Leider war das Rasthaus von tiefen Wasserlachen umgeben, die die Regenfaelle geschaffen hatten. Wir wagten es nicht, sie zu durchfahren oder zu durchwaten. So haben wir die Chancen auf eine Begegnung mit Außerirdischen vertan. Tja, man muss sich als Wirtshausbetreiber in dieser verlassenen Gegend etwas einfallen lassen, um Gaeste anzulocken.
Am Rasthaus von Aileron begruessten uns die Riesenstatuen eines Aborigine-Kriegers und einer Aborigine-Frau mit Kind, sehr idealisiert, aber eindrücklich. Außerdem gab es drumherum viel Tierleben, teils wild, teils zahm.
Über unseren Aufenthalt in Alice Springs berichten wir in unserem naechsten Rundschreiben. [Nach der Bildergalerie zu diesem Abschnitt]
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Barkly Tableland
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Neben den Straßen fließen vom Regen erzeugte Bäche
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Tenant Creek Hauptstraße ( Bild: wikimedia / www. travelnt.com)
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Aborigines prägen das Bild
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"Devil´s Marbles" / "Karlu Karlu" - Murmeln des Teufels oder Eier der Regenbogenschlange?
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Ein Roadhouse mit außerirdischen Beziehungen
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Schienen des Central Australian Railway - hier fährt der Luxuszug "Ghan" von Adalaide nach Darwin
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Beim Aileron Roadhouse zwei stolze Ureinwohner - das war einmal
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Viel Tierwelt: Einer der großen Adler ("Keilschwanzadler"), die es hier gibt - seiner angestammten Lebensweise beraubt, wie zeichenhaft!
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Papageien kommen mit den Einrichtungen der Zivilisation gut zurecht, sieht man hier! ... Die obligaten Kängurus zeigen wir nicht - sie werden allmählich langweilig ...
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... aber die schöne Pflanze (Eucalyptus kingsmillii?)
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Aborigenes lagern sich bei ihrem Auto in der Landschaft - weit entfernt von der traditionellen Lebensweise - oder doch nicht? |
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Auf dem Weg nach Alice Springs
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Unser Campingplatz in Alice Springs
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Aborigines in Alice Springs (Bild oben: abc.net.au)
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Katherine 06.03.2011
Derzeit steht unsere Ethel in einer
palmengesaeumten Ecke eines Campingplatzes etwas ausserhalb von Katherine, einer kleinen Stadt auf dem
Wege nach Darwin. Um uns ein grosser tropischer Park, verschiedene hohe Palmen
und Buesche – z. B. Mangos. Jeder botanische Garten in Europa wuerde den
Campingplatzbetreiber um diesen Palmenhain beneiden. Auch die Luft ist tropisch,
feuchtwarm wie in den Tropenhaeusern der Wilhelma in Stuttgart. Nachts
prasselt regelmaessig ein Platzregen auf
uns nieder. Viel Wildlife um uns herum, Kaenguruhs, bunte Voegel,
Schmetterlinge, Froesche, Aga-Kröten … Der Aufenthalt auf diesem Platz ist wie in einem Luxushotel – grosser Schwimmingpool, schoene
Camperkueche, saubere Toilettenraueme usw.
Kaum Gaeste, denn es ist Regenzeit.
Gestern waren wir im Nitmiluke Nationalpark.
Dort haben wir durch den tropischen Wald einen schoenen Spaziergang zu einem Outlook
gemacht. Von ihm sieht man tief in eine von roten Sandsteinfelsen gebildete
Schlucht hinab, durch die sich der jetzt angeschwollene Katherine River waelzt.
Salzwasserkrokodile, vor denen gewarnt wird, haben wir nicht gesehen, aber eine
kleinere Echse, die durchs Wasser schwamm, entweder ein Wasserleguan oder ein
Suesswasserkrokodil.
Auch im Stadtbild von Katherine fallen die
vielen Aborigines auf, die Frauen bunt
und billig gekleidet, urtuemliche, faltige schwarze Gesichter, in Gruppen herumstehend, sitzend, laut redend, oft streitend. Die meisten machen einen aermlichen
und beschaeftigungslosen Eindruck. Viele sind dick oder sehen sonst ungesund und
ungepflegt aus.
In Alice Springs haben wir die Problematik
der Situation der Aborigines naeher
kennengelernt. Die Zeitungen Australiens waren ja voll von Berichten ueber die
naechlichen Ueberfaelle, Einbrueche, Gewaltausuebung von jungen Aborigines. Wir
haben selbst junge Aborigines gesehen, die Steine auf ein Auto warfen, erlebten
heftige Streitereien unter ihnen … Man versucht der Lage durch massiven
Polizeieinsatz und verstaerkte Alkoholrestriktionen Herr zu werden. Natuerlich
gibt es auch angepasste und erfolgreiche Menschen unter ihnen, die den Sprung
in die moderne Gesellschaft geschafft haben. Aber den meisten ist das trotz
aller staatlichen Bemuehungen nicht gelungen. Auch dass sie in Kommunitaten und
Gebieten – die Weisse nur mit Genehmigung betreten duerfen – ihr eigenes Leben
gestalten koennen, ist keine Loesung. Sie kriegen natuerlich mit, welche
Moeglichkeiten das moderne Leben bietet und die Weissen haben, und vor allem
die Jungen blicken neidvoll darauf. So wandern – oder fahren - viele tagsueber
aus ihren Communities in die Staedte und halten sich dort auf. Etwas Angepasstere
sassen neben uns in der oeffentlichen Bibliothek von Alice Springs, einige nur
wegen der Kuehle, andere - meist Mütter - lasen (teilweise hielten sie die Zeitung verkehrt herum), während ihre Kinder die kostenlosen
Computer benutzten. Bemerkenswert war übrigens die Freundlichkeit und die Geduld der Büchereimitarbeiterinnen. Es ist schon tragisch: die
einstigen Einwohner Australiens sind aus ihrer gewohnten Lebensweise und Kultur
herausgerissen und in die westlichen Zivilisation hineingeworfen worden,
aber dort meist nicht angekommen. Entwicklungslandverhaeltnisse
im reichen Australien! Da liegt Sprengstoff, den die meisten Australier an der
Ost- und Westkueste wohl nicht sehen.
Diesen krassen sozialen und kulturellen
Gegensatz zu erleben und zu beobachten, ist deprimierend. Wir haben viel – auch
mit anderen – darueber diskutiert. Doch wo liegt die Loesung? Wir haben unsere eigenen Gedanken darueber, aber wir sind keine Australier! Sie
müssen das loesen.
Alice Springs ist – von diesen
Verhaeltnissen abgesehen – mit seiner Fussgaengerzone ein huebsches Staedtchen. Es liegt
landschaftlich sehr reizvoll, umgeben von den roten felsigen Gebirgszuegen der
Mac Donell Ranges. Eine wunderbare Landschaft mit jetzt gruenen Flaechen,
bizarren roten Felsformationen und eindrucksvollen Schluchten. Bei unserem Campingplatz kamen abends die
Rock Wallabies, kleine Kaenguruhs, von den Felsen herunter und nahmen Futter
aus unseren Haenden (hier war das Fuettern mit Spezialfutter erlaubt!).
Ein interessanter Ausflug war fuer uns die
Fahrt nach Hermannsburg. Ihr habt richtig gelesen, es gibt dort ein
Hermannsburg wie in der Lueneburger
Heide. Es ist eine ehemalige
Missionstation der (lutherischen) Hermannsburger Mission, 1877 gegruendet, 1982 aufgegeben und den dort wohnenden Aborigines uebergeben.
Der Komplex ist in der alten Form erhalten und Museum.
Fuer mich,
Wolfram, war der Besuch so interessant, weil ich selbst vor 30 Jahren als
Dozent der theologischen Akademie Celle/Hermannsburg Kontakt zum Missionseminar hatte. Dort gab es im
Museum des Missionshauses manche Gegenstaende und Dokumente aus dem
australischen Hermannsburg, die ich als sehr exotisch bestaunt habe. Nun war
ich selbst an diesem Ort, mit seinem
huebschen Kirchlein, den Wohn- und
Wirtschaftsgebaeuden, die teilweise wie versetzt aus der Lueneburger Heide
aussahen. Deutlich erkennbar ist noch die Konzeption der Mission. Natuerlich
wollte man aus den Ureinwohnern Christen
machen und entfremdete sie damit ihrer ursprünglichen Lebensweise und spirituellen Traditionen. Aber man sicherte auch Teile ihres Landes vor dem Zugriff der weißen Siedler, lehrte sie Kulturtechniken, von denen man hoffte, dass
sie ihr Leben verbessern sollten, Brunnenbau, Hygiene, Landwirtschaft,
Handwerk, den Frauen Naehen und Sticken usw. Kindern wurde die Moeglichkeit
eröffnet, zur Schule zu gehen. Nicht
zuletzt ist hier die “Hermannsburger
Malschule” entstanden. Aborigines lernten von einem mit der Mission
verbundenen englischen Maler europaeische Aquarelltechnik, malten und malen ihre Landschaft auf diese Weise.
Der bekannteste Kuenstler ist Albert
Namatjira (1902-1952), der als erster seines Stammes auf Grund seiner
Beruehmtheit das volle australische
Buergerrecht erhielt. Trotz seines Erfolges eine tragische Gestalt, hin und her
gerissen zwischen den Traditionen der Aborigines und der modernen Welt. Er hat
viel fuer seine Kommunitaet und die Aborigines getan, auch australische Gesetze
gebrochen, die ihn ins Gefaengnis brachten.
Missionare wie die Strehlows haben auch die Sprache und Kultur der dort lebenden
Eingeborenen gelernt und erforscht. So
hat Carl Strehlow ein Woerterbuch der Aranda-Sprache und eine Uebersetzung des
Neuen Testaments in diese Sprache geschaffen. Seinem Sohn – er war ein Initiierter! - haben
die Aranda ihre heiligen Gegenstaende uebergeben, weil sie fuerchteten, dass
ihre Kultur und Traditionen untergehen würden. Sie werden im Strehlow Research Centre in Alice Springs aufbewahrt.
Leider erhielt ich keinen Zugang dazu, sie koennen nur von im Eingeborenen-Ritus
initiierten Maennern besichtigt werden.
Beim Besuch der Missionsstation fragt man sich: was ist von der ehemaligen
Arbeit geblieben . Ein Bild zeigt 14 Konfirmanden in weissen Kleidern aus der
Gegend. Man wuesste gerne mehr: aber der
abseits der Missionsstation gelegene Aborigineort
blieb uns verschlossen. Wir
durften lediglich auf dem ziemlich heruntergekommenen und insektenverseuchten, unzugänlich umzaeunten Campingplatz campieren. Der Platzverwalter, der auch einen
Laden und eine Tankstelle im Auftrag der Community betrieb, sagte uns, die Leute
leben hier ganz zufrieden an diesem schoenen Ort, nur die Jungen machen
Probleme, vor allem, wenn sie in die Stadt gehen. Aus der Ferne machte der Ort einen nicht gerade – nach unseren Vorstellungen –
ordentlichen, aber auch nicht aermlichen Eindruck. Auch winkten uns die
Aborigine-Kinder beim Baden im Fluss
freundlich zu.
Leider konnten wir zwei geplante Fahrten von Hermannburg aus nicht durchfuehren: einmal zum Palm Valley mit dem weltweit letzten Standort der Marienpalme. Der Track war wegen Ueberschwemmungen des Finke Rivers gesperrt. Zum anderen die Fahrt zur tiefsten Schlucht Australiens, dem Kings Canyon. Wir hatten die Genehmigung zur Befahrung der Mereenie Loop Road durch das Eingeborenen-Land, aber brachen die Fahrt auf der Ratterpiste ab. Unsere Knochen und Bandscheiben haetten die lange Fahrt nicht ohne Schaeden durchgestanden. Außerdem waren wir auch hier trotz des schoenen Wetters vor moeglicherweise unpassierbaren Stellen durch die vorhergehenden Regenfaelle gewarnt worden. Es hat eben Nachteile zur Regenzeit durch Outback-Gebiete Australiens zu fahren. Vieles ist dann nicht erreichbar. Wir werden uns wohl damit abfinden muessen, dass wir nicht mehr an diese einmaligen Orte kommen.
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Die Fahrt von Tenant Creek nach Katherine bedeutet vom roten Zentrum Australiens in den tropischen Norden zu gelangen
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Wir dachten Australien ist ein trockenes Land. Von wegen! Es regnet wieder einmal heftig - manche Straßen- und Landabschnitte sind überflutet
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Einfahrt auf den Campingplatz in Katherine
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In der Mitte "Facilities" ( Küche, Toilette, Duschräume)
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Es gibt ein prächtiges Schwimmbad - man muss nur auf die giftigen Spinnen im Wasser aufpassen
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Unser Stellplatz - Regenschutz ist notwendig
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Vielfältiger Baum- und Blütenpflanzenbestand
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Gleich hinter dem Campground beginnt die Wildnis
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Wir entdecken ein Flugzeug - Bruchlandung?
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Überall wird vor Krokodilen gewarnt ...
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... auch im Nitmiluk Park und am Katherine River, wohin wir einen Ausflug machen
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In den Bäumen "Flying Foxes"
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Hier werden die Traumzeit-Geschichten erzählt, die zur Enstehung des Katherine Rivers und der Namensgebung des Nitmiluk-Ortes führten. Alles geht auf ein Drachen-Wesen zurück ( was bei den im Fluss vorkommenden Salzwasserkrokodilen nicht verwundert)
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Wir blicken auf den Katherine River herab
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Flaschenbäume sind für den Norden typisch
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Rückblick auf Alice Springs
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Am Campingplatz gibt es einen Felsen, auf dem Bergkängurus(-wallabies) leben
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Es ist erlaubt, sie mit Spezialfutter zu füttern
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Ausflüge von Alice Spring in die westlichen McDonnell Ranges ...
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Wechselnde Landschaft: mal rot, mal grün
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Ocker-Eingeborenenmalereien
am Emily Gap Felsen (Gap= Felsenlücke), die von mythischen Raupen-Wesen
erzählen, die ein Traumzeit-Held an diesem Ort verspeist haben soll
Korroborree-Felsen
- heiliger Ort der Nahrungssammlung (Tiere, Pflanzen), die in
reichlicher Weise vorhanden sind. Auf dem Schild unten ist der hier
vorkommende Riesenwaran abgebildet (Perentie / Varanus giganteus). Wir
haben ihn gesucht, sind ihm aber nicht begegnet - vielleicht auch besser
so.
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"Bush Tucker" - Nahrung aus der Einöde: wilde Bienen
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Trephina Gorge (Gorge=Schlucht)
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...gleich bade ich in dem Wasserloch unten 
Auf dem Weg zum ...
 ... Standley Chasm (Chasm=Abgrund) - nur Mittags scheint die Sonne kurz in diese enge Schlucht; unten ein kleines lichtscheues Lebewesen, das wir aus dem Wasser gezogen haben
Pflanzen der Gegend (von oben nach unten: 1. Wüstenerbse / Sturt´s Desert Pea / Swainsona formosa - 2. Cyendale / Palmfarn / Macrodamia macdonelli - 3. Hardenbergia comptoniana - 4. Abgefallene Buschtomaten / Solanum plastisexum
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... und nach der ehemaligen Missionsstation Hermannsburg
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Gedenktafel für den Aborigine-Maler Albert Namatjira
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Tankstelle und Anlaufpunkt in Hermannburg
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Der Campingplatz ist mit einem hohen Zaun abgeschirmt - den Schlüssel bekommt man an der Tankstelle
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Alkohol einzuführen ist in die Aborigine-Gebiete verboten. Wir mussten unsere Weinvorräte vorher wegkippen
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Die Anlage der Missionsstation - nach dem einheimischen Maler Elton Wirri
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Empfangshaus und Café in der Missionsstation - ursprünglich Wohnhaus des Missionars Carl Strehlow
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Die "gute Stube" der Missionarsfamilie
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Pastor Carl Strehlow (1871-1922) und Frau Frieda
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Die Gemeinde der Missionsstation 1894

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Ein Aborigine-Paar bei der Heirat
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Die Kirche - Mittelpunkt der Missionsstation
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 Eingang zum Totenhaus
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Die Schule (für Aboriginal-Kinder)
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Kolonistenhaus mit Regenwassertank davor - Unterkunft für verheiratete einheimische Arbeiter und Kolonisten
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"Schlafzimmer"
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Blick in die Schmiede
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Einer der wenigen heutigen Bewohner eines Raumes
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Vielzweck-Quartier
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Oben: Albert Namatjira malt Berge um die Missionsstation (der helle Fleck gehört nicht zum Bild, er ist durch die Spiegelung der Glasbedeckung verursacht). Unten: Bilder der "Hermannsburger Malschule" - europäisch orientiert, aber mit einheimischen Motiven (man siehr das, wenn man das Bild vergrößert). Wir fanden Bilder und Töpfe der Hermannburger Schule in manchen australischen Museen wieder
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Man stellt auch schön bemalte Krüge in Hermannsburg her
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Der Friedhof
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Grabstätte Dorothee Kempe, Frau des ersten Missionars (+ 1891)
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Grabstätte Moses Uraiakuraia, einheimischer Laienprediger (+ 1954)
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Hinter der Missionsstation Palmenhaine
Eine abgebrochene Fahrt auf der holprigen Mereenie Loop Road
Auf dem Rückweg: Besuch einer Kamelstation - Die Kamele (Dromedare) wurden im 19. Jh. als Lastenträger eingeführt und haben sich seitdem in den Wüstengebieten Australiens auch wild verbreitet
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